Tipps für Familienmenschen

Geschenke zum Herzerwärmen:

Wer Massenware öde findet, aber eine Leidenschaft für liebevoll von Hand gefertigte Mode, Taschen, Schmuck, Deko-Artikel und vieles mehr hat, der stöbert beim Online-Portal DaWanda nach Geschenken. Mein Tipp: Der Nistkasten in Form einer Überwachungskamera und natürlich die vielen, vielen tollen Kindersachen!

Hörgenuss, scheibchenweise:

Musik, auch zum Abzappeln: Sternschnuppe: Sommerlieder. Sternschnuppe 2000.

Auch lecker, von der gleichen Truppe: Sternschnuppe: Mmh! Leckere Lieder & gerapte Rezepte. Sternschnuppe 2002

Kein Kinderkitsch, gut verständliche Texte. Lieder u.a. von Fredrik Vahle: Eine Schatzkiste voller Lieder. Die schönsten Kinderlieder (auf 3 CDs). Patmos 2007

Für Seefahrer: Hartmut Höfele und der Odenwälder Shantychor: Wild und verwegen übers Meer. Ökotopia 1997

Surfreviere für Anfänger:

Die Seite mit der Maus: www.wdrmaus.de. Unter "Lachgeschichten" eine gelungen animierte Fassung von Wolf Erlbruchs Bestseller "Der Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat." Toll auch die interaktive Geschichte "Tom und das Erdbeermarmeladebrot mit Honig" unter "Mausspiele".

Für Musikfreunde: www.notenmax.de, die virtuelle Musikschule.

Ein ganzer Sack voll guter Ideen für jede Jahreszeit: zzzebra - das Web-Magazin für Kinder

Wer sein Origami-Repertoire um ein paar ebenso pfiffige wie knifflige Faltobjekte erweitern möchte, findet Videoanleitungen auf Golic's Channel im Metacafé.

Spielkiste:

Seit wir "Wer war's?" haben, müssen unsere Kinder sonntags das Gequengel ihrer Eltern ertragen: Am liebsten würden wir drei Partien des Brettspiels hintereinander spielen. Aber auch Kinder lieben die Suche nach dem Dieb des Zauberrings - nicht nur wegen der sprechenden Truhe, die auf Knopfdruck Hinweise gibt. Das "Spiel des Jahres 2008" ist für Kinder ab sechs geeignet, komplexer als die meisten anderen Kinderspiele - und viel spannender. Auch für schlechte Verlierer ist "Wer war's?" geeignet, da alle Kinder zusammen gegen den bösen Zauberer kämpfen. Spiel von Reiner Knizia, bei Ravensburger, 24,99 Euro + 3 AA-Batterien

Drei Spieleklassiker, neu entdeckt:

Go ist Networking pur: Das japanische Brettspiel auf dem 19 x 19 Linien-Gitter fasziniert Puristen und Leute, denen Schach zu langweilig geworden ist. Nett: Der schlechtere Spieler bekommt durch Vorgabesteine eine reelle Chance.

Doppelkopf: Das Kartenspiel ist ähnlich anspruchsvoll wie Skat, aber viel kommunikativer. Außerdem können vier (oder sogar fünf) Leute mitspielen. In Bayern leider nahezu unbekannt.

Gummitwist oder "Gummihüpfen" war der Grundschulsport der späten Siebzigerjahre. Konditionell heruntergekommene Vierzigjährige begnügen sich mit der Rolle des Seilspanners und lassen den Nachwuchs springen.

Bunte Blätter:

Zum Vorlesen und Angucken:
Ein kleiner Junge erlebt den Tod seines Großvaters - einfühlsam, aber nicht sentimental erzählt von Amelie Fried, dunkel, aber nicht düster gezeichnet von Jacky Gleich: Hat Opa einen Anzug an? Carl Hanser, 1997 (ideal für Kinder von 4 bis 6)

Martin Karau/Katja Wehner: Der Panther im Paradies. Aufbau 2008 (ab 5 Jahre). Warum mag der Panther keine Tofu-Antilope? Und wo ist plötzlich das Eichhörnchen geblieben? Ein bunt bebildertes und zugleich pechschwarzes Buch über die himmlischen Verirrungen einer Raubkatze.

Ein schräges Buch, in dem es mit dem Helden immer nur abwärts geht.
Peter Newell: Das schiefe Buch. Dt. von Roger Willemsen. Zürich: Bajazzo Verlag, 2007 (Originalausgabe 1910) 

Schön hintersinnig, die Geschichte vom Wolf, der beim Huhn anklopft, um mit ihm Steinsuppe zu kochen. Anais Vaugelade: Steinsuppe. Dt. von Tobias Scheffel. Frankfurt/M.: Moritz Verlag, 2000

Sachbuch oder Erzählung? Kinder entscheiden sich da ungern. Weil es (ohne faule Kompromisse) beides vereint und auch noch wunderschön illustriert ist, empfehle ich dieses Buch: Anne Möller: Familie Steinkauz. Atlantis 2005 (4 bis 7 Jahre). Als Zugabe liegt ein Heft mit Bastel- und Spielideen bei.

Zum Nachschlagen:
Das große Familienbuch der Feste und Bräuche. Ch. Holtei/T. Michalski. Patmos/Sauerländer 2005. Ein leuchtend schön illustrierter Begleiter durchs Jahr, aus dem Kinder und Eltern viel lernen können. Mit christlichen, jüdischen und muslimischen Festen und Feiertagen, mit Rezepten, Liedern und Bastelideen.

Der große Ravensburger Naturführer. Tiere und Pflanzen unserer Heimat. Ravensburger 2005. Sehr umfangreiches und doch übersichtliches Sachbuch über das Naheliegende. Mit Ideen, die das Wissen erfahrbar machen.

Robert Theml: Die Schönsten Wandertouren. Wanderungen mit Kinderwagen zwischen Chiemgau und Karwendel. J. Berg 2007. Schöne Ziele mit allem, was das Kinderherz erfreut: Pritschelwasser, Tiere, Einkehrmöglichkeiten, ...

Armin Schneider: Die schönsten Familienausflüge im Alpenvorland. J. Berg 2006. Über 700 Einzelziele rund um München. Ein Handbuch nicht nur für "Zug'roaste".

Nix wie hin:

Ins Museum Mensch und Natur in München kann man gar nicht oft genug gehen - es gibt immer etwas Neues zu entdecken! Man kann zum Beispiel den ausgestopften "Problembären" Bruno besichtigen, und neben der sehenswerten ständigen Ausstellung gibt es oft Sonderschauen zu wahrhaft prickelnden Themen - wie zum Beispiel "Parasiten". Alle Themen sind kindgerecht, interaktiv und anschaulich aufbereitet - ideal für Entdecker ab drei Jahren bis ins Schulalter. Da das Naturkundemuseum im Seitenflügel des Nymphenburger Schlosses untergebracht ist, bietet sich als Beiprogramm ein Parkspaziergang an.
Das Museum ist täglich außer montags von 9 bis 17 Uhr geöffnet. Für Kinder ist der Eintritt frei, Erwachsene bezahlen 2,50 Euro, sonntags sogar nur 1 Euro. Weitere Infos:
www.musmn.de

Blau machen:

Man kann es nicht oft genug wiederholen: Sardinien ist ein Traum für alle, denen es vor Hotelburgen und Ballermännern graust - und keineswegs nur ein Ziel der Reichen und Schönen. Homelidays, Sardafit und andere Anbieter haben jede Menge schöne, strandnahe Ferienwohnungen im Programm. Wer nicht nur zum Baden kommt, sondern auch etwas über Land und Leute erfahren möchte, macht Bauernhofurlaub. Empfehlenswert: die Azienda Donna Lina in Orosei (buchbar über VAMOS Eltern-Kind-Reisen). Auf dem weitläufigen Gelände mit Spielplatz und Pool finden die Kinder viele deutsch sprechende Spielkameraden. Frühstück und Abendessen sind schmackhaft, gesund und immer frisch zubereitet. Wenige Autominuten entfernt liegt einer der schönsten Strände der Region. Für Abwechslung sorgen Bootsausflüge und Wanderungen rund um den Golf von Orosei.

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? Mein Tipp für Wanderlustige mit Sinn für großartige Panoramen und kleinspurige Bimmelbahnen ist der Ritten oberhalb von Bozen. Bauernhof-Urlaub über www.roter-hahn.it oder, für Genießer: Parkhotel Holzner. "Jugendstil" ist nicht nur das architektonische, sondern auch das atmosphärische Programm dieses  traditionsreichen Hauses. Während Papa mit den Kindern zum Kasperletheater in den Speisesaal geht, kann Mama mit der Seilbahn hinunter nach Bozen zum Bummeln entschweben. Toll.