Tipps für Familienmenschen
Alle Empfehlungen gebe ich aus eigener Überzeugung, ohne finanzielle Interessen.Bunte Blätter:
Bilderbücher und Belletristik für Kinder:
Oma und Opa Meume kümmern sich um Emma. Dann kümmert sich Emma um Opa Meume. Ein zartes Buch über das Füreinanderdasein. Und über das Sterben. Erzählt aus der Sicht einer Neunjährigen. Maggie Schneider (Text) und Jacky Gleich (Ill.): Opa Meume und ich. Tulipan Verlag, 2008 (Taschenbuch-Ausgabe DTV, 2011). Für Kinder von 7 bis 10.
Die Geschichte von Paul Maar erzählt in Reimen, wie die kleine Paula fällt - von einer in die nächste Welt. Im "Land der roten Töne" fahndet die Farbenpolizei nach "Grünkohl, Dill und Gurken", und im "Land Kopfunter" gilt die Fledermaus als schönstes Tier. Ende gut, alles gut, landet Paula zuletzt im Land der weichen Betten: "Paula blinzelt, gähnt und lacht - und da ist sie aufgewacht." Paul Maar: Paulas Reisen. Mit Bildern von Eva Muggenthaler. Tulipan Verlag, 2007 (2. Auflage). Ideal für Kinder von 4 bis 6.
Ein kleiner Junge erlebt den Tod seines Großvaters - einfühlsam, aber nicht sentimental erzählt von Amelie Fried, dunkel, aber nicht düster gezeichnet von Jacky Gleich: Hat Opa einen Anzug an? Carl Hanser Verlag, 1997. Ideal für Kinder von 4 bis 6.
Martin Karau/Katja Wehner: Der Panther im Paradies. Aufbau 2008 (ab 5 Jahre). Warum mag der Panther keine Tofu-Antilope? Und wo ist plötzlich das Eichhörnchen geblieben? Ein bunt bebildertes und zugleich pechschwarzes Buch über die himmlischen Verirrungen einer Raubkatze.Ein schräges Buch, in dem es mit dem Helden immer nur abwärts geht.
Peter Newell: Das schiefe Buch. Dt. von Roger Willemsen. Bajazzo Verlag, 2007 (Originalausgabe 1910)Schön hintersinnig, die Geschichte vom Wolf, der beim Huhn anklopft, um mit ihm Steinsuppe zu kochen. Anais Vaugelade: Steinsuppe. Dt. von Tobias Scheffel. Moritz Verlag, 2000
Audiobooks:Hedwig Kümmelsaft wird von Direktor Wichtigmann ins Hotel Strandperle gerufen. Mit Hilfe von MUG-Schleim kann die erprobte Gespensterjägerin eine Katastrophe gerade noch verhindern. Gruselkrimi und Hotelsatire vom Feinsten. Gespensterjäger im Feuerspuk. Audiobook von Cornelia Funke (Text) und Monty Arnold (Sprecher) Der Hörverlag, 2004. Für Kinder von 6 bis 9. Nach dem gleichnamigen Buch.
Feinfühliger Text von Kirsten Boie, kongenial vorgelesen von Marion Elskis: die Geschichte von Nella Propella, die sich an der Seite ihrer alleinerziehenden, studierenden Mama durch einen ganz normalen Alltag im Ausnahmezustand wurstelt. Audiobook von Jumbo, 2010. Für Kinder von 5 bis 7. Nach dem gleichnamigen Buch.
Sach- und Machbücher:
Sachbuch oder Erzählung? Kleine Kinder entscheiden sich da ungern. Weil es (ohne faule Kompromisse) beides vereint und auch noch wunderschön illustriert ist, empfehle ich dieses Buch: Anne Möller: Familie Steinkauz. Atlantis, 2005 (4 bis 7 Jahre). Ein Heft mit Bastel- und Spielideen liegt bei.
Ein Sachbuch, das richtig Spaß macht - auch weil der Urknall so richtig poppt: Eine kurze Geschichte der Welt: Vom Urknall bis heute in elf Pop-Up-Bildern. Von Neal Layton. Boje Verlag, 2007. Für Kinder von 5 bis 8.
Kinder im Grundschulalter wollen nicht nur schauen, sondern auch staunen und anfassen. Macht's möglich: 365 Tage Kunst entdecken: Sehen - rätseln - spielen - malen. Prestel, 2009
Der große Ravensburger Naturführer. Tiere und Pflanzen unserer Heimat. Ravensburger 2005. Sehr umfangreiches und doch übersichtliches Sachbuch über das Naheliegende. Mit Ideen und Experimenten, die das Wissen erfahrbar machen.
Zum Nachschlagen:Das große Familienbuch der Feste und Bräuche. Ch. Holtei/T. Michalski. Patmos/Sauerländer 2005. Ein leuchtend schön illustrierter Begleiter durchs Jahr, aus dem Kinder und Eltern viel lernen können. Mit christlichen, jüdischen und muslimischen Festen und Feiertagen, mit Rezepten, Liedern und Bastelideen.
Robert Theml: Die Schönsten Wandertouren. Wanderungen mit Kinderwagen zwischen Chiemgau und Karwendel. J. Berg 2007. Schöne Ziele mit allem, was das Kinderherz erfreut: Pritschelwasser, Tiere, Einkehrmöglichkeiten, ...
Armin Schneider: Die schönsten Familienausflüge im Alpenvorland. J. Berg 2006. Über 700 Einzelziele rund um München. Ein Handbuch nicht nur für "Zug'roaste".
Hörgenuss, scheibchenweise:
Musik, auch zum Abzappeln: Sternschnuppe: Sommerlieder. Sternschnuppe, 2000
Auch lecker, von der gleichen Truppe: Sternschnuppe: Mmh! Leckere Lieder & gerapte Rezepte. Sternschnuppe, 2002
Kein Kinderkitsch, gut verständliche Texte. Lieder u.a. von Fredrik Vahle: Eine Schatzkiste voller Lieder. Die schönsten Kinderlieder (auf 3 CDs). Patmos, 2007
Für Seefahrer: Hartmut Höfele und der Odenwälder Shantychor: Wild und verwegen übers Meer. Ökotopia 1997
Geschenke zum Herzerwärmen:
Wer Massenware öde findet, aber eine Leidenschaft für liebevoll von Hand gefertigte Mode, Taschen, Schmuck, Deko-Artikel und vieles mehr hat, der stöbert beim Online-Portal DaWanda nach Geschenken. Mein Tipp: Der Nistkasten in Form einer Überwachungskamera und natürlich die vielen, vielen tollen Kindersachen!
Surfreviere für Anfänger:
Die Seite mit der Maus: www.wdrmaus.de. Unter "Lachgeschichten" eine gelungen animierte Fassung von Wolf Erlbruchs Bestseller "Der Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat." Toll auch die interaktive Geschichte "Tom und das Erdbeermarmeladebrot mit Honig" unter "Mausspiele".
Für Musikfreunde: www.notenmax.de, die virtuelle Musikschule.Ein ganzer Sack voll guter Ideen für jede Jahreszeit: zzzebra - das Web-Magazin für Kinder.
Spielkiste:
Seit wir "Wer war's?"
haben, müssen unsere Kinder sonntags das Gequengel ihrer Eltern
ertragen: Am liebsten würden wir drei Partien des Brettspiels
hintereinander spielen. Aber auch Kinder lieben die Suche nach dem Dieb
des Zauberrings - nicht nur wegen der sprechenden Truhe, die auf
Knopfdruck Hinweise gibt. Das "Spiel des Jahres 2008" ist für Kinder ab
sechs geeignet, komplexer als die meisten anderen Kinderspiele - und
viel spannender. Auch für schlechte Verlierer ist "Wer war's?" geeignet,
da alle Kinder zusammen gegen den bösen Zauberer kämpfen. Spiel von
Reiner Knizia, bei Ravensburger, 24,99 Euro + 3 AA-Batterien
Zwei Spieleklassiker, neu entdeckt:
Go
ist Networking pur: Das japanische Brettspiel auf dem 19 x 19
Linien-Gitter fasziniert Puristen und Leute, denen Schach zu langweilig
geworden ist. Nett: Der schlechtere Spieler bekommt durch Vorgabesteine
eine reelle Chance.
Gummitwist oder "Gummihüpfen" war der Grundschulsport der späten Siebzigerjahre. Konditionell heruntergekommene Vierzigjährige begnügen sich mit der Rolle des Seilspanners und lassen den Nachwuchs springen.
Nix wie hin:
Ins Museum Mensch und Natur in München kann man gar nicht oft genug gehen - es gibt immer etwas Neues zu entdecken! Man kann zum Beispiel den ausgestopften "Problembären" Bruno besichtigen, und neben der sehenswerten ständigen Ausstellung gibt es oft Sonderschauen zu wahrhaft prickelnden Themen - wie zum Beispiel "Parasiten". Alle Themen sind kindgerecht, interaktiv und anschaulich aufbereitet - ideal für Entdecker ab drei Jahren bis ins Schulalter. Da das Naturkundemuseum im Seitenflügel des Nymphenburger Schlosses untergebracht ist, bietet sich als Beiprogramm ein Parkspaziergang an.
Das Museum ist täglich außer montags von 9 bis 17 Uhr geöffnet. Für Kinder ist der Eintritt frei, Erwachsene bezahlen 2,50 Euro, sonntags sogar nur 1 Euro. Weitere Infos: www.musmn.de
Blau machen:
In einer richtigen Burg Urlaub machen, über massive Steinstufen ins Schlafgemach steigen und am Lagerfeuer gruseligen Geschichten lauschen? All das bietet die Jugendherberge Saldenburg im Bayerischen Wald. Am Fuße des Burgberges lockt ein Badesee mit Sandstrand und Piratenschiff.
Gar nicht so leicht, einen Bio-Bauernhof mit jeglichem Komfort für einen erholsamen Urlaub mit Kindern zu finden. Mein Tipp für ein verlängertes Wochenende, den Pfingst- oder Sommerurlaub: Der Huberhof im schönen Rupertiwinkel. Unbedingt Fahrräder mitnehmen und damit die Salzach entlang radeln. Burghausen lohnt auf jeden Fall auch einen Besuch.
Sardinien ist ein Traum für alle, denen es vor Hotelburgen und Ballermännern graust - und keineswegs nur ein Ziel der Reichen und Schönen. Viele Anbieter haben schöne, strandnahe Ferienwohnungen im Programm. Wer nicht nur zum Baden kommt, sondern auch etwas über Land und Leute erfahren möchte, macht Bauernhofurlaub. Zum Beispiel mit VAMOS Eltern-Kind-Reisen. Der beste Reiseführer für Individualtouristen ist übrigens von Eberhard Fohrer und kommt aus dem Michael-Müller-Verlag.
Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? Mein Tipp für Wanderlustige mit Sinn für großartige Panoramen und kleinspurige Bimmelbahnen ist der Ritten oberhalb von Bozen. Bauernhof-Urlaub über www.roter-hahn.it oder, für Genießer: Parkhotel Holzner. "Jugendstil" ist nicht nur das architektonische, sondern auch das atmosphärische Programm dieses traditionsreichen Hauses. Während Papa mit den Kindern zum Kasperletheater in den Speisesaal geht, kann Mama mit der Seilbahn hinunter nach Bozen zum Bummeln entschweben. Toll.

